Pinselwarzen – gutartig, aber störend

Pinselwarzen
Bildquelle: Andy Usher / Shutterstock.com

Eine weitere Warzenart, die durch den HPV-Virus hervorgerufen wird, ist die Pinselwarze. Der lateinische Name dieser gutartigen Hautwucherung lautet Verrucae filiformes. Diese Warzen werden durch die so genannte Schmierinfektion übertragen. Dabei gelangen die Erreger durch Berührung von Mensch zu Mensch. Das auffällige Aussehen der Warzen sorgt oft dafür, dass sich die Betroffenen unwohl in ihrer Haut fühlen. Deshalb werden die Pinselwarzen meist schnell entfernt.

Blickdiagnose leicht gemacht

Um die Pinselwarzen zu erkennen, sind keine medizinischen Fachkenntnisse notwendig. Durch ihre auffällige und sehr typische Erscheinung sind sie für Jedermann leicht zu diagnostizieren. Pinselwarzen sind schmale, pinselartige Hautwucherungen, die vorwiegend an deutlich sichtbaren Stellen entstehen. Die bevorzugten Regionen, an denen sie sich gerne ansiedeln sind Augenlider, Kinn, Halsregion und in der Nähe der Lippen. Deshalb empfinden die Betroffenen sie als besonders lästig und unangenehm. Die Pinselwarzen sind meist weiß bis rosa, häufig mit einer braunen Spitze.

Ursachen und Behandlung

Als Ursache für die Infektion mit Pinselwarzen ist der humane Papillomvirus, kurz HPV-Virus, bekannt. Die Übertragung erfolgt in den meisten Fällen durch direkten Kontakt mit den Erregern zum Beispiel beim Küssen oder auch bei der Gesichtspflege. Wie auch die meisten anderen Warzenarten verbreiten sich Pinselwarzen schnell. Genauso vielfältig wie die Übertragungsmöglichkeiten sind die Behandlungsmethoden. Pinselwarzen können oftmals durch Vereisen entfernt werden. Befinden sich die Warzen in Augen- oder Mundnähe, sollte ein Arzt die Kryotherapie durchführen. Anderenfalls könnten die Augen oder die empfindlichen Schleimhäute im Mund schwer verletzt werden.

Eine weitere gängige Behandlungsmethode ist das Weglasern. Beide Methoden lassen meist keine Narben zurück und gelten als sehr effektiv. In seltenen Fällen rät der Hautarzt zu einer Ausschabung. Diese ist aber sehr schmerzhaft und hinterlässt oftmals bleibende Spuren.

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