Dornwarzen – schmerzhaft und hartnäckig

Dornwarzen – schmerzhaft und hartnäckig

Wird von Fußsohlenwarzen gesprochen, kennen viele sie eher unter dem Begriff der Dornwarzen (Verrucae plantares) oder auch Plantarwarzen und Stechwarzen. Sie befinden sich unter der gesamten Fußsohle, aber auch an der Hacke oder in den Zwischenzehenräumen. Egal, wo sie sitzen, da das gesamte Körpergewicht auf den Füßen lastet, sind sie immer schmerzhaft. Das Problem der Fußsohlenwarzen ist nämlich, dass sie, oberflächlich betrachtet, recht klein sind. Allerdings reichen ihre Wurzeln bis tief in das Gewebe hinein. Man spricht in diesem Zusammenhang von einem Dorn, der in das weiche Gewebe des Fußes hineinwächst und mit jedem Schritt das Gewebe reizt. Es ist übrigens auch das Körpergewicht, das dazu führt, dass sich diese Warze nur sehr gering über das Hautniveau erheben kann. Mit jedem Schritt wird sie gewissermaßen wieder in den Fuß zurückgedrückt.

Angebot Dornwarzen – schmerzhaft und hartnäckig
Dornwarzen – schmerzhaft und hartnäckig
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Wie erkenne ich eine Dornwarze?

Oftmals bleibt die Fußsohlenwarze unerkannt, bis sie groß genug ist, um beim Gehen Schmerzen zu bereiten. Zuvor hat man vermutlich gedacht, dass es sich „nur“ um einen runden Hornhautfleck handelt. Die Hornhaut ist oftmals bräunlich-grau oder gelblich verfärbt und hebt sich dadurch optisch von „normaler“ Hornhaut ab. Zudem befinden sich in der Oberfläche, recht mittig in der Hornhaut, mehrere schwarze Punkte. Bei ihnen handelt es sich um Blutreste, die durch oberflächliche Kapillaren entstanden und durch die Hornhaut eingeschlossen sind. Wurden diese entdeckt, handelt es sich garantiert um eine Fußsohlenwarze.

Mitunter kommt es vor, dass mehrere Fußsohlenwarzen sehr dicht beieinander liegen. In diesem Fall spricht man von einer „Mosaikwarze“. Was sich zwar schön anhört, ist aufgrund der Anzahl der Warzen ein sehr schmerzhaftes Unterfangen.

Die Ursache der Dornwarzen

Wir haben es hier mit einem viruellen Erreger zu tun: Einer Form des Humanem Papillom-Virus (HPV). Diese Virusform gilt als extrem ansteckend. So kann man sich sehr schnell mit ihm infizieren, wenn man etwa im Schwimmbad barfuß läuft, ebenso in der Gemeinschaftsdusche, dem Umkleideraum oder in einer Sporthalle. Achtung bitte auch in der Sauna!

Die Ansteckung mit den Viren ist der springende Punkt. Denn sie können über feinste Risse in der Haut eindringen und ihre Unwesen beginnen. Manchmal ist sogar die aufgeweichte Haut nach dem Besuch des Schwimmbads oder nach einer langen Trainingseinheit in Sportschuhen ausreichend, um ihnen Einlass zu gewähren. Eine warme und feuchte Umgebung ist für diese Viren das Größte.

Ein weiterer unangenehmer Fakt der Fußsohlenwarzen ist die Tatsache, dass es relativ lange dauern kann, bis sie sich etabliert hat. Das heißt, dass zwischen dem Besuch im Schwimmbad oder der Sauna eventuell Wochen, in extremen Fällen sogar Monate vergangen sind, bis sie derart gewachsen sind, dass sich „endlich“ Beschwerden einstellen.

Das Entfernen von Plantarwarzen

Wer sich an die Entfernung der Quälgeister machen möchte, braucht vor allem eines – sehr viel Geduld. Denn sie sind nicht mit einem Fingerschnipp zu beseitigen. Aber natürlich ist die konsequente Vorgehensweise und vor allem das Durchhalten wichtig, um letztlich zum Erfolg zu kommen. Eines sollten Sie nämlich wissen: Wer die Dornwarzen nicht vollständig entfernt, wird vollkommen unbewusst den betroffenen Fuß nur noch bedingt belasten, um den Schmerzen zu entgehen. Wird diese entlastende Haltung für einen längeren Zeitraum eingehalten, ist es durchaus möglich, dass sich weitere Folgeschäden aufgrund der veränderten, schiefen Statik des Knochengerüsts gegeben. Auch die Muskulatur und die Sehnen können in Mitleidenschaft gezogen werden. So nervenaufreibend die Behandlung auch sein mag, ist es wichtig, sie bis zum Ende, nämlich bis zur vollständigen Entfernung der Warze und allen Überbleibseln, durchzuführen. Nur wenn alle Reste entfernt wurden, kann von einer Heilung des Fußes gesprochen werden.

Verschiedene Formen der Behandlung stehen zur Behandlung einer Plantarwarze zur Verfügung:

  • Salizylhaltiges Pflaster: Dieses Pflaster wird zu Beginn der Behandlung direkt auf die Warze geklebt und verbleibt dort für mindestens 48 Stunden. Die Salizylsäure ist in der Lage, die Hornhaut um die Warze herum aufzuweichen. Wird das Pflaster entfernt, folgt ein ausgiebiges Fußbad mit lauwarmem Wasser. Die nun aufgeweichte Hornhaut kann mittels eines Bimssteines oder einer Nagelfeile vorsichtig, Schicht für Schicht entfernt werden. Es ist durchaus möglich, dass die Pflasteranwendung noch einmal wiederholt werden muss. Im Anschluss wird eine Salizyl-Tinktur direkt auf die Warze gegeben. Dies zerstört das Warzengewebe. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kombiniert dies mit 5-Fluorouracil.
  • Kryotherapie: Hierbei handelt es sich um ein Vereisen der Warze. Es wird flüssiger Stickstoff eingesetzt, um der Warze zu Leibe zu rücken. Ein Fall für den versierten Hautarzt.
  • Elektrokoagulation: Dies ist genau das Gegenteil der Kryotherapie. Denn in diesem Fall wird mit elektrischem Strom auf die Warzen eingewirkt. Sie werden förmlich verbrannt.
  • Lasertherapie: Auch mit dem Laser werden die Warzen so stark erhitzt, dass von ihnen nichts mehr übrigbleibt.

Von der ersten Maßnahme abgesehen, gehören diese Behandlungsmaßnahmen in die Hände eines versierten Therapeuten, also einen Hautarzt, der dies als Routinebehandlung häufig durchführt. Es versteht sich von selbst, dass bei derart invasiven Eingriffen am Fuß eine sorgfältige Nachbehandlung stattfinden sollte.

Ende gut, alles gut?

Ja, es wäre schön, dies bestätigen zu können. Leider aber haben die Dornwarzen den unbeschreiblichen Drang wiederzukehren. Das Problem liegt auch darin, dass man meist gar nicht so genau weiß, wo man sich die HP-Viren zugezogen haben könnte. IM Schwimmbad hat man sich die Füße mehrfach desinfiziert. In der Sporthalle trägt man Schuhe und in der Gemeinschaftsdusche Badelatschen. In der Umkleidekabine steht man entweder immer noch in den Badelatschen oder auf einem separaten Handtuch. Und doch kann noch so viel Sorgfalt nicht ausreichen. Deshalb folgen noch einige Tipps, wie eine Ansteckung verhindert werden könnte. Denn ganz sicher kann man vor ihnen nicht sein:

  • Benutzen Sie ein separates Handtuch für die Füße.
  • Waschen Sie alles, was mit den Füßen in Kontakt kommt, bei 60°C in der Waschmaschine. So können auch andere potenzielle Krankheitserreger, die sich an oder über die Füße ausbreiten, eliminiert werden.
  • Teilen Sie Ihre Handtücher nicht mit anderen.
  • Sollten Sie bereits mit Dornwarzen befallen sein, tragen Sie auch zu Hause mindestens Socken, um die Viren nicht an die anderen Familienmitglieder weiterzugeben.
  • Wieder gilt die besondere Hygiene für Socken und Handtücher, mit denen die Füße abgetrocknet werden.
  • Vor und nach der Warzenbehandlung sollten die Hände nicht nur gut gewaschen, sondern am besten desinfiziert werden. Alternativ können Einmalhandschuhe getragen werden, die anschließend zu entsorgen sind.

Eigenbehandlung möglich?

Wir wollen ehrlich sein: Wer in die Apotheke geht und nach einem zuverlässigen Mittel gegen Plantarwarzen fragt, wird so einiges zur Auswahl erhalten. Unglücklicherweise wissen die meisten Apotheker auch nicht mehr als auf dem Beipackzettel steht. Wie auch? Kaum ein Betroffener wird nach erfolgreicher Anwendung in die Apotheke zurückgehen und mitteilen, dass er den Kampf erfolgreich beendet hat.

  • Salizylhaltige Lösungen zum Auftragen: Sie sind freiverkäuflich und relativ leicht anzuwenden. Bei ihnen gilt die Vorgehensweise wie bei dem entsprechenden Pflaster. Allerdings wird hier die Lösung mit einem Pinsel aufgetragen. Der Erfolg ist recht vielversprechend, wenn man nur Geduld hat.
  • Verrumal Lösung: Sie ist verschreibungspflichtig, wird also vom Hausarzt oder dem Dermatologen verordnet. Auch sie sorgt für gute Erfolge.
  • Schöllkraut: Der gelbe Saft des frisch gepflückten Schöllkrauts kann direkt auf die Warzen geträufelt werden. Es ist mit einer Anwendungsdauer von gut 14 Tagen (oder mehr) zu rechnen, bis die gewünschte Wirkung sich durchgesetzt hat. Wie bei vielen Mitteln aus der Phytotherapie gibt es hier nur wenige wissenschaftliche Belege, sodass von einer wissenschaftlichen Wirksamkeitsstudie nicht gesprochen werden kann. Aber es funktioniert aufgrund der viruziden Alkaloiden in dem Saft.
  • Teebaumöl: Das Teebaumöl besitzt nicht nur eine antibakterielle, sondern auch eine antivirale Wirkung. ABER es muss so lange angewandt werden, bis sich die Warze wirklich vollständig aufgelöst hat. Disziplin und viel Durchhaltevermögen können von Nöten sein, je nachdem, wie tief die Warze bereits in den Fuß eingedrungen ist.
  • Thuja occidentalis: Das homöopathische Mittel kann unterstützend eingenommen werden. Es ist ein so genanntes „grünes“ Mittel und wirkt relativ langsam. Daher braucht es auch hier die Geduld als Verbündeten.
  • Zwiebeln und Knoblauch: Zusammen und kleingehackt werden sie als Pflaster aufgelegt. Es wirkt, langsam, aber sicher. Nur leider muss das Pflaster tatsächlich 24 Stunden am Tag getragen werden, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Wer normal im Arbeitsalltag steht, wird dies aufgrund der Geruchsbelästigung kaum durchhalten können.

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