Feigwarzen – Geschlechtskrankheit mit enormer Verbreitung

Die Feigwarzen (Condylomata acuminata) werden auch als Genital- oder Feuchtwarzen bezeichnet. Männer und Frauen können gleichermaßen betroffen sein. Vor allem sexuell sehr aktive Menschen sind gefährdet. Einen 100 %igen Schutz durch Verwendung von Kondomen beim Geschlechtsverkehr gibt es nicht. Eine Impfung gegen den Erreger wirkt nur bedingt und schließt nur eine bestimmte Gruppe der in Frage kommenden Viren aus.

Ursachen und Erkennungsmerkmale der Feigwarzen

Verantwortlich für die Infektion mit Feigwarzen ist der HPV-Virus, der auch eine Vielzahl anderer Warzenarten hervorruft. Für die Ansteckung mit diesen gefährlichen Genitalwarzen sind vier Subtypen des humanen Papillom-Virus (HPV) zuständig. Wer den Virus in sich trägt, muss nicht zwangsläufig von einem Ausbruch betroffen sein. Allerdings kann er den Virus weiterverbreiten. Dies geschieht durch Geschlechtsverkehr oder Oralverkehr. Auch eine Ansteckung während der Geburt ist möglich. Dabei überträgt die Mutter den in ihr vorhandenen Virus direkt auf das Neugeborene.

Feigwarzen treten bei Frauen und Männern im Genitalbereich bis hin zum After auf. Die Warzen bevorzugen die feuchte Umgebung der Schleimhäute, können diese auch schädigen. Sie sind sehr leicht zu erkennen, denn es handelt sich dabei um Wucherungen, die in Gruppen auftreten und eine weiße, braune oder grau-bräunliche Farbe haben. Feigwarzen werden ein paar Millimeter groß. Ein geschwächtes Immunsystem unterstützt die Bildung der Wucherungen, die unter den Voraussetzungen deutlich größere Ausmaße annehmen. In den meisten Fällen treten keine Schmerzen auf. Es ist aber möglich, dass ein starkes Brennen oder Jucken zu spüren ist.

Behandlung von Feigwarzen

Mit einer Feigwarzeninfektion ist nicht zu spaßen. In dem Fall sollte dringend ein Arzt aufgesucht werden. Meist beginnt dieser mit einer Salbentherapie, die aber etwas Geduld verlangt. Verätzen oder Vereisen wird bei Feigwarzen seltener angewendet, weil die Schleimhäute im Genitalbereich besonders empfindlich sind. In sehr schweren Fällen ist auch die operative Entfernung möglich. Alternative Heilmethoden führen oftmals langfristig zum Erfolg.

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