Feigwarzen: Gefahr im Schwimmbad?
Die Menschenansammlungen und das feuchtwarme Klima in Schwimmbädern sind ideale Voraussetzungen für die Übertragung von Warzen. Besonders jetzt im Sommer kommt es zuzahlreichen Infektionen.
In der Regel sind Warzen harmlos und verschwinden oft nach einiger Zeit von selbst. Eine Ausnahmebilden Feigwarzen, auch genannt Genitalwarzen oder Condylome. Sie werden durch eine Ansteckung mit den humanen Papillomaviren hervorgerufen. Bestimmte Virusgruppen davon können unter Umständen den gefürchteten Gebärmutterhalskrebs auslösen.
Stellt der Besuch einer Badeanstalt also ein Krebsrisiko dar? Mediziner geben Entwarnung. Humane Papillomaviren werden normalerweise beim ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen. Forscherstellten fest, dass die Erreger bei rund zehn Prozent aller sexuell aktiven Menschen zwischen dem 15.und dem 45. Lebensjahr nachweisbar sind. Oftmals bleibt die Infektion mit dem Virus unentdeckt, da sich keine Symptome entwickeln. Zu einem Ausbruch der Erkrankung kommt es im Allgemeinen nur dann, wenn das Immunsystem geschwächt ist. Sichtbare Feigwarzen entstehen frühestens zwei bis vier Wochen nach der Ansteckung. Sie sind etwa stecknadelkopfgroß und können vereinzelt, aberauch in Gruppen auftreten. Bei Frauen sind meist die Schamlippen, bei Männern am häufigsten Penisschaft oder Vorhaut betroffen. Manchmal befinden sich die Warzen auch an der Harnröhrenmündung, am After oder im Enddarm.
Feigwarzen sind auf den ersten Blick nicht klar von anderen Hauterkrankungen abzugrenzen. Für eine eindeutige Diagnose wird eine histologische Untersuchung (Gewebeprobe) durchgeführt. Bestätigt sich der Verdacht, ist es wichtig, dass umgehend mit der Behandlung begonnen wird. Feigwarzen können chirurgisch abgetragen oder mit unterschiedlichen Salben oder Tinkturen behandelt werden. Häufig werden verschiedene Verfahren kombiniert, um einen optimalen Erfolg zu erzielen. Auch der Sexualpartner muss therapiert werden, um eine erneute gegenseitige Ansteckung zu vermeiden.Wer Feigwarzen vorbeugen möchte, sollte bei Geschlechtsverkehr stets ein Kondom verwenden. Für junge Mädchen gibt es zudem seit einigen Jahren die Möglichkeit, sich vor dem ersten sexuellen Kontakt gegen das Virus impfen zu lassen.
